GEGEN GEWALTBEREITEN SALAFISMUS
INFORMIEREN. HELFEN. GEGENSTEUERN.

Newsletterausgabe Nr. 7

Ausgabe Nr. 7 – Juni 2022

Welche Gefahren gehen vom gewaltbereiten Salafismus für NRW aus? Wie ist die Präventionslandschaft im Land aufgestellt? Unsere siebte Ausgabe des Newsletters bietet aktuelle Informationen zur Salafismusprävention in NRW. Darunter etwa diese:

  • Der extremistische Salafismus stellt weiterhin eine Gefahr für das Land dar. Die Strategien der extremistischen Gruppierungen und die hiergegen gerichteten Maßnahmen können Sie im Verfassungsschutzbericht NRW 2021 nachlesen.
  • Auch die Präventionslandschaft in NRW stellt sich dem gewaltbereiten Salafismus entgegen. Das vorhandene Angebot darzustellen hat sich das neue Projekt „expo-nrw.dok – Extremismus Prävention Online in Nordrhein-Westfalen dokumentiert“ zum Ziel gemacht.
  • Bereits abgeschlossen ist das BICC-Projekt „Radikalisierungsprävention in NRW: Wie können die Kapazitäten von Intermediären gestärkt werden?“, das die konkreten Bedürfnisse und Herausforderungen der Präventionsarbeit in NRW untersuchte.

Mehr zum aktuellen Stand und weitere Neuigkeiten aus dem Bereich Salafismusprävention in Nordrhein-Westfalen haben wir in diesem Newsletter für Sie zusammengestellt.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion

PS: Sie haben Fragen oder Anregungen zum Newsletter? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht an sehen(at)politische-bildung.nrw.de.

 

Aktuelles – Unsere Themen und Angebote im Fokus

Neu in unserem Themendossier: Interviews zum Thema Online-Prävention

Unser Themendossier „Online-Prävention“ wurde um drei Interviews ergänzt. Sie bieten einen praxisorientierten Blick auf das Thema aus der Sicht der Präventionsarbeit. Frederieke Huwald und Piotr Suder von „ExPO – Extremismus Prävention Online“ sowie Numan Özer von „180 Grad Wende“ standen uns hierfür Rede und Antwort. Mehr erfahren …

 

Verfassungsschutzbericht 2021 veröffentlicht

Am 8. April 2022 stellte NRW-Innenminister Herbert Reul den Verfassungsschutzbericht 2021 vor. Die Strategien von extremistischen Gruppierungen waren im vergangenen Jahr davon geprägt, dass sie ihre wahren Absichten verschleierten. Während Corona-Demonstrationen überwiegend von rechtsextremen Gruppen genutzt wurden, sammelten Salafistinnen und Salafisten Spenden im Namen von Hilfsorganisationen. Lesen Sie mehr zum Verfassungsschutzbericht in der Pressemitteilung des Innenministeriums.

Rückkehrkoordination in NRW setzt ihre Arbeit fort

Bereits seit Oktober 2019 nimmt die Rückkehrkoordination, die im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen angesiedelt ist, eine wichtige und unerlässliche Schnittstellenfunktion in der Arbeit mit Zurückgekehrten in Nordrhein-Westfalen ein. Die Koordinierungsstelle vernetzt Akteure auf Seiten des Bundes, des Landes, der Kommunen und der Zivilgesellschaft: So schafft sie eine engmaschige Begleitung für Rückkehrerinnen und Rückkehrer und ihre Familien. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das die für alle Beteiligten wichtige Arbeit unterstützt, hat nun nochmals eine Verlängerung der Förderung beschlossen. Die Rückkehrkoordination setzt auf dieser Grundlage ihre Arbeit zunächst bis zum Jahresende fort. Mehr erfahren ...

Neues Projekt stellt Präventionslandschaft in NRW vor

Das Projekt „expo-nrw.dok – Extremismus Prävention Online in Nordrhein-Westfalen dokumentiert“ stellt die Methoden und Erfahrungen der Extremismusprävention in NRW vor. Der Fokus liegt dabei auf der onlinebasierten Präventionsarbeit im Bereich des Islamismus. Das Projekt wird finanziert von der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus und baut auf dem Projekt „ExPO. Extremismus Prävention Online“ des Vereins für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe (IFAK e. V.) auf. Mehr erfahren ...

 

Termine

15.06.2022 Fachgespräch „Jihadistische Bewegungen in Syrien und im Irak. Aktuelle Entwicklungen und Relevanz für Deutschland“

Trotz seiner Gebietsverluste ist der Islamische Staat (IS) auch weiterhin in Syrien und dem Irak aktiv. Das Fachgespräch der BAG RelEx behandelt aktuelle Entwicklungen bezüglich des IS und anderer dschihadistischer Gruppierungen in dieser Region sowie deren Relevanz für die Präventionsarbeit in Deutschland. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nur noch heute möglich. Mehr erfahren …

22.06.2022 CoRE-NRW Netzwerktreffen 2022

Die neuesten Ergebnisse aus der Forschung und Eindrücke aus der Präventionspraxis werden Inhalt des diesjährigen CoRE-NRW Netzwerktreffens sein. Die Präsenzveranstaltung bietet nach zwei Jahren Pandemie auch wieder die Gelegenheit, andere Akteure der Extremismusprävention in NRW kennenzulernen und sich auszutauschen. Mehr erfahren …

 

08.07.2022 Qualifizierung „Digitale Zivilcourage und Empowerment“

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet eine Qualifizierung für den Bereich „Hate Speech“ an. Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Bereich Social Web sowie an NGOs und Personen, die zivilgesellschaftlich in digitalen Diskursen aktiv sind. Die Qualifizierung wird ebenfalls am 16.09.2022 und am 18.11.2022 stattfinden. Mehr erfahren …

 

Vernetzung – Aus Forschung und Praxis

CoRE-NRW-Kurzgutachten zur Radikalisierung im Internet

Das fünfte CoRE-NRW-Kurzgutachten gibt einen Überblick über das Forschungsfeld „Radikalisierung im Internet“. Hierzu analysieren die Autorinnen und Autoren mehr als 200 Publikationen zum Thema. Darüber hinaus zeigen sie vorhandene Lücken in der Forschung auf und geben Handlungsempfehlungen für die Präventionsarbeit. „Radikalisierung im Internet“ und weitere Publikationen aus dem Netzwerk finden Sie auf unserem Portal. Mehr erfahren …

BAMF-Publikation stellt Studie zu Distanzierungsverläufen vor

In einer empirischen Studie untersuchte das Forschungsprojekt „Praxisorientierte Analyse von Deradikalisierungsprozessen“ die Distanzierungsprozesse vom extremistischen Salafismus. Ausgehend von den Ergebnissen können Präventionsmaßnahmen zielgerichteter gestaltet werden. Die Publikation kann auf der Website des BAMF heruntergeladen werden.

 

Radikalisierungsprävention in NRW – Status quo und Handlungsempfehlungen

Wie können Akteure der Präventionsarbeit gestärkt werden? Welche Bedürfnisse haben sie und welchen Herausforderungen sehen sie sich gegenübergestellt? Diesen Fragen ging das Projekt „Radikalisierungsprävention in NRW: Wie können die Kapazitäten von Intermediären gestärkt werden?“ des Bonn International Centre for Conflict Studies nach. Die Ergebnisse sowie hieraus abgeleitete Handlungsempfehlungen an die Politik finden Sie im vierten Forschungspapier der CoRE-NRW-Publikationsreihe.